
Kugelgewindetrieb
Präzision, die bewegt
Kugelgewindetriebe
Präzisions-Kugelgewindetriebe von Kammerer bieten Ihnen punktgenaue, effiziente und langlebige Lösungen für Ihre Maschinen. Wir fertigen nach höchsten Standards, und stellen uns flexibel auf Ihre Anforderungen ein. Dies garantiert eine schnelle Integration in Ihre Systeme.
Kugelgewindetriebe für höchste Effizienz und Genauigkeit
Kugelgewindetriebe wandeln Drehbewegungen mit höchster Wiederholgenauigkeit, Dynamik und Energieeffizienz präzise in lineare Bewegungen um. Sie sind die zentrale Komponente in Linearachsen und sorgen im Maschinenbau, in der Automotion und in der Präzisionstechnik für exakte Positionierung, lange Lebensdauer und optimale Leistungsdichte.
Schlüsselkomponente zur Effizienzsteigerung
Der Kugelgewindetrieb ist die Gesamtheit eines Wälzschraubtriebes mit Kugeln als Wälzkörper. Er dient der Umsetzung einer Drehbewegung in eine Längsbewegung oder umgekehrt. Ihre Fähigkeit, hohe Lasten effizient und präzise zu bewegen, macht sie zu einer bevorzugten Wahl in anspruchsvollen technischen Umgebungen.
Die Leistungsfähigkeit und Genauigkeit eines Kugelgewindetriebs hängen in hohem Maße von der Fertigungsgenauigkeit ab. Unsere Kugelgewindetriebe werden in den Genauigkeitsklassen IT3, IT5 und IT10 nach DIN ISO 3408 (früher DIN 69051) gefertigt.
Auf Wunsch liefern wir Steigungsprotokolle zu den Kugelumlaufspindeln (bei IT3 sind diese Standard).

Die Funktionsweise von Kugelgewindetrieben
Ein Kugelgewindetrieb besteht aus einer Gewindespindel und einer Kugelgewindemutter, zwischen denen sich Kugeln befinden. Die Kugel rollt zwischen Kugelgewinde-Gängen der Spindel und der Mutter ab. Dies ermöglicht eine reibungsarme Bewegung. Im Vergleich zu herkömmlichen Gewindespindeln, wie z. B. Trapezgewindespindeln, ermöglicht die geringe Reibung eine effizientere Kraftübertragung.
Die Folge: höhere Positionierungsgenauigkeit, längere Lebensdauer.
Spezifikationen unserer Kugelumlaufspindel
Durchmesser: Wir fertigen Kugelgewindetriebe von Ø 4 – Ø 160 mm.
Steigung: In der Regel ist die maximale Steigung gleich dem Nenndurchmesser. Größere Steigungen und Sondersteigungen (auch Zoll-Steigungen etc.) sind individuell möglich.
Spindellänge: Spindellängen bis 7 m werden aus einem Stück gefertigt und sind Standard. Kugelgewindetriebe mit längeren Spindeln sind auf Anfrage möglich. Spindellängen bis 15 m wurden bereits realisiert.
Gangzahl: Kammerer-KGTs sind ein- & zweigängig, sowohl rechts, wie auch links erhältlich.

Kugelumlaufspindel / Kugelgewindespindel
Die Kugelumlaufspindel ist der rotierende Teil des Kugelgewindetriebs. Sie ist eine zylindrische Welle mit einem oder mehreren spiralförmigen Nuten, in denen die Kugeln abrollen.
Man unterscheidet zwischen Positionier- und Transport-Kugelgewindespindeln.
Positionier-Kugelgewindespindeln werden für Anwendungen mit erhöhten Anforderungen an die Ablaufeigenschaften eingesetzt, z. B. Werkzeugmaschinenbau.
Transport-Kugelgewindespindeln kommen in der Handhabungstechnik und in der Fördertechnik zum Einsatz.
Das Spindelgewinde ist je nach Anforderung in gerollter, gewirbelter oder geschliffener Ausführung erhältlich.
Kugelgewindemutter
Die Kugelgewindemutter ist das Herzstück der Kugelgewindetriebe. Sie ermöglicht Linearbewegungen mit hoher Präzision, Geschwindigkeit und Effizienz. Sie enthält Kugeln, die in den Gewindenuten der Spindel abrollen und so eine Bewegung mit minimaler Rollreibung ermöglichen, im Gegensatz zur Gleitreibung bei Trapezgewindemuttern.
Durch Drehen der Spindel bewegt sich die Mutter linear entlang der Spindel. Umgekehrt kann durch Verschieben der Mutter auch eine Rotation der Spindel erzeugt werden.
Die passenden Kugelgewindemuttern können sowohl nach DIN-Norm, Hausnorm als auch nach Kundenzeichnung gefertigt werden. Auch die Art der Mutter kann frei vom Kunden bestimmt werden.
Bei langen Spindeln bieten wir alternativ angetriebene Muttern an, welche mit einem kompletten Lagerpaket geliefert werden.
Für dieses Produkt gibt es keine Tabelle.
Kugelprofile
Das Kugelprofil richtet sich nach den Kundenanforderungen. Je nach Steigung oder Belastung kommen Kugelprofile von Ø0,6 bis Ø20 zum Einsatz.
Hochwertig produziert, sofort einsatzbereit
Bei Kammerer setzen wir auf geprüfte Qualität nach DIN ISO 9001:2015.
Unsere modernen Fertigungstechnologien gewährleisten, dass Sie erstklassige Kugelgewindetriebe erhalten, die direkt nach der Lieferung montiert und in Betrieb genommen werden können.
Auf Wunsch führen wir detaillierte Messungen durch, wie z. B. Steigung, Profilform, Härte, Drehmoment, Steifigkeit und Oberflächenbeschaffenheit, um sicherzustellen, dass alle Ihre Anforderungen erfüllt werden.
Profitieren Sie von unserem umfangreichen Expertennetzwerk: Sollte eine Messaufgabe unsere Kapazitäten übersteigen, arbeiten wir mit spezialisierten Partnern zusammen, die auf Gewindemessung spezialisiert sind.


Erweiterte Produktlösungen, Services und Zubehör
- Wir liefern komplette Baugruppen mit Fest- und Loslagerböcken sowie Mutteraufnahmen. Unser Schwerlastprogramm „Herkules“ bietet KGTs für höchste Belastungskräfte.
- Konstrukteure können Mutterzeichnungen in verschiedenen CAD-Formaten anfragen. Unsere Konstruktion stellt Ihnen im Auftragsfall gerne CAD-Daten für Ihren Gewindetrieb zur Verfügung.
- Zusätzlich bieten wir diverse Abstreifsysteme und Komplettabdeckungen für unsere Kugelgewindetriebe an, um Ihre Anforderungen umfassend zu erfüllen.

Zertifizierte Nachhaltigkeit für umweltbewusste Unternehmen
Unser Engagement für Nachhaltigkeit ist durch das Umweltzertifikat EMAS offiziell anerkannt. Mit der Entscheidung für unsere Kugelgewindetriebe unterstützen Sie uns dabei, einen aktiven Beitrag für den Schutz der Umwelt zu leisten.
Fragen
- In welchen Abmessungen sind Kammerer-Kugelgewindetriebe erhältlich?
Kammerer fertigt Kugelgewindetriebe mit Durchmessern von Ø4 bis Ø160 mm. Standardmäßig werden Spindellängen bis 6m aus einem Stück gefertigt; längere Spindeln bis 15m wurden bereits realisiert. Die maximale Steigung entspricht in der Regel dem Nenndurchmesser; größere und Sondersteigungen sind individuell möglich.
- Was ist der Unterschied zwischen Positionier- und Transport-Kugelgewindespindeln?
Positionier‑Kugelgewindespindeln (Positionier‑KGTs) und Transport‑Kugelgewindespindeln (Transport‑KGTs) unterscheiden sich hauptsächlich in ihren technischen Auslegungen und typischen Einsatzbereichen.
Positionier‑KGTs werden überall dort eingesetzt, wo höchste Positioniergenauigkeit, sehr hohe Wiederholgenauigkeit und ruhiger Lauf entscheidend sind. Typische Anwendungen finden sich im Werkzeugmaschinenbau, in Präzisionsmesssystemen sowie bei hochdynamischen Achsbewegungen. Diese Kugelgewindetriebe sind auf minimale Reibung, maximale Laufruhe und exakte Bewegungssteuerung ausgelegt.
Transport‑KGTs kommen dagegen vor allem in der Handhabungstechnik, der Automatisierung sowie in der Förder‑ und Montagetechnik zum Einsatz. Hier stehen Robustheit, hohe Belastbarkeit und wirtschaftlicher Betrieb im Vordergrund, während die Anforderungen an die absolute Positioniergenauigkeit deutlich geringer sind.
Kammerer Gewindetechnik entwickelt und fertigt sowohl Positionier‑ als auch Transport‑Kugelgewindespindeln kundenspezifisch nach Anwendung. Von der Spindelauslegung über die Werkstoffauswahl bis hin zur präzisen Fertigung im eigenen Werk entstehen maßgeschneiderte Lösungen für unterschiedlichste Leistungs‑ und Genauigkeitsanforderungen. - Welche Normen und Genauigkeitsklassen gelten für Kugelgewindetriebe? (DIN, ISO)
Für Kugelgewindetriebe gelten international anerkannte Normen wie die ISO 3408 sowie die entsprechenden deutschen DIN‑ISO‑3408‑Normen. Diese Regelwerke definieren verbindlich Abmessungen, Toleranzen, Prüfverfahren und Genauigkeitsklassen und sorgen damit weltweit für vergleichbare und reproduzierbare Qualitätsstandards bei präzisen Gewindetrieb‑Systemen.
Die Genauigkeitsklassen von Kugelgewindetrieben beziehen sich in erster Linie auf die Steigungsgenauigkeit und werden in die Klassen C0, C1, C3, C5, C7 und C10 unterteilt. Grundsätzlich gilt: Je niedriger die Klassenzahl, desto höher sind Positioniergenauigkeit und Wiederholgenauigkeit.
Überblick über typische Genauigkeitsklassen:C0 bis C3: Für hochpräzise Anwendungen, z. B. im Werkzeugmaschinenbau, in der Messtechnik oder bei hochgenauen Roboterachsen
C5 bis C10: Für robuste und wirtschaftliche Anwendungen in der Automatisierungs‑, Förder‑ und Verstelltechnik, bei geringeren Anforderungen an die PositioniergenauigkeitNeben der Steigungsgenauigkeit spielen auch Form‑ und Lagetoleranzen eine wichtige Rolle. Sie beeinflussen unter anderem Laufruhe, Rundlaufgenauigkeit und das dynamische Positionierverhalten der Kugelgewindespindel. Die entsprechenden Grenzwerte sind in der DIN ISO 3408 festgelegt, werden in der Praxis jedoch häufig durch herstellerspezifische Standards ergänzt, um eine optimale Leistungsfähigkeit und Lebensdauer zu erreichen.
Kammerer Gewindetechnik fertigt Kugelgewindetriebe exakt nach DIN‑ und ISO‑Normen und setzt zugleich individuelle Kundenanforderungen um – von der Entwicklung über die Auslegung bis hin zur Serienfertigung, für jede Genauigkeitsklasse und jedes Einsatzgebiet. - Wann verwende ich ein Linksgewinde?
Ein Linksgewinde wird verwendet, wenn sich eine Verbindung durch die normale Drehrichtung eines Rechtsgewindes selbst lösen würde oder eine gegenläufige Bewegung erforderlich ist. Typische Anwendungen sind rotierende Bauteile mit bestimmten Drehrichtungen, Sicherheitsverschraubungen oder Systeme, bei denen sich zwei Gewinde gegenseitig spannen oder ausgleichen sollen.
- Was ist der Unterschied zwischen Rechts- und Linksgewinde?
Der Unterschied zwischen Rechts- und Linksgewinde liegt in der Drehrichtung, in der sie angezogen oder bewegt werden. Ein Rechtsgewinde wird durch Drehen im Uhrzeigersinn festgezogen und ist die am häufigsten verwendete Gewindeart. Ein Linksgewinde wird dagegen gegen den Uhrzeigersinn angezogen und kommt zum Einsatz, wenn sich ein Bauteil durch die normale Drehrichtung sonst selbst lösen würde oder eine gegenläufige Bewegung benötigt wird.
- Wie messe ich ein Gewinde richtig?
Ein Gewinde wird korrekt gemessen, indem Steigung, Außendurchmesser, Kerndurchmesser und Profilwinkel ermittelt werden. Zuerst misst man den Außendurchmesser der Spindel oder den Innendurchmesser der Mutter mit einer Bügelmessschraube oder einem Messschieber. Anschließend wird die Steigung bestimmt, also der Abstand zwischen zwei benachbarten Gewindegängen, meist mit einer Gewindelehre oder optisch unter dem Mikroskop. Für exakte Profiltoleranzen und Winkelformen können Schnittmessgeräte, Gewindeprüfgeräte oder optische Messsysteme eingesetzt werden.
Wichtig ist, dass Sauberkeit, Messrichtung und Temperatur kontrolliert werden, um präzise Ergebnisse zu erhalten. - Ab wann ist eine angetriebene Mutter sinnvoll?
Eine angetriebene Mutter ist dann sinnvoll, wenn hohe Dynamik, schnelle Beschleunigungen oder lange Spindeln gefordert sind. Da die Spindel feststeht und nicht mitrotieren muss, werden Trägheit, Schwingungen und kritische Drehzahlen deutlich reduziert. Besonders vorteilhaft ist diese Bauweise bei begrenztem Bauraum, langen Verfahrwegen, hohen Drehzahlen oder wenn eine präzise Positionierung bei gleichzeitig hoher Geschwindigkeit erforderlich ist.
- Sind Sonderausführungen möglich?
Kundenindividuelle Sonderausführungen fallen bei Kammerer in die Produktkategorie “Customized”. Hier begleitet unser Team den gesamten Prozess von der ersten Idee des Kunden über Berechnungen, Auslegung und Konstruktion bis hin zur Fertigung.
- Welche Vorteil bietet die angetriebene Mutter?
Eine angetriebene Mutter bietet den Vorteil, dass die Spindel selbst feststeht und nur die Mutter über einen Motor oder Antrieb bewegt wird, wodurch die Masse, die beschleunigt werden muss, verringert wird. Diese Bauweise führt zu höherer Dynamik, schnellerer Reaktionsfähigkeit und geringerer Tragfähigkeit. Gleichzeitig erlaubt sie den Einsatz langer oder schwerer Spindeln und erleichtert so die Integration in enge oder komplexe Maschinenbauumgebungen. Durch die direkte Antriebskraft auf die Mutter können zudem Präzision und Positioniergenauigkeit optimiert werden.
- Was sind die Vorteile, wenn ich eine Mutter nach meinen Wünschen gestalten kann?
Wenn die Mutter individuell nach Ihren Anforderungen gestaltet werden kann, lässt sie sich optional an die Anwendung und den vorhandenen Bauraum anpassen. Dadurch können Einbausituation, Schnittstellen, Befestigungen und Zusatzfunktionen genau abgestimmt werden, was Montageaufwand reduziert und zusätzliche Bauteile überflüssig macht. Außerdem lassen sich Steifigkeit, Vorspannung, Dichtungen oder Schmierkonzepte gezielt auslegen, wodurch Leistung, Lebensdauer und Zuverlässigkeit des Gewindetriebs verbessert werden.















