Lexikon Kammerer Gewinde

Zulässige Knickkraft

Die zulässige Knickkraft beschreibt die maximale axiale Druckkraft, die eine schlanke Spindel oder Stange aufnehmen kann, ohne zu knicken. Bei der Auslegung von Gewindespindeln und Linearantrieben ist sie entscheidend für die Betriebssicherheit und Lebensdauer

Überschreitet die wirkende Druckkraft die zulässige Knickkraft, kann es zu:

  • seitlichem Ausweichen (Knicken)
  • plötzlichem Versagen ohne plastische Verformung
  • dauerhaften Schäden oder Bruch kommen.

Einflussgrößen

  • Freie Spindellänge
  • Lagerungsart der Spindelenden
  • Elastizitätsmodul des Werkstoffs
  • Flächenträgheitsmoment
  • Sicherheitsfaktor

Rechnung

Berechnung der Knickkraft FknF_{kn} in Abhängigkeit der ungestützten Spindellänge LkL_k und dem Kerndurchmesser der Spindel.

Fkn=21⋅104⋅dk4⋅π3⋅fk64⋅Lk2F_{kn} = \frac{21 \cdot 10^4 \cdot d_k^4 \cdot \pi^3 \cdot f_k}{64 \cdot L_k^2}

dkd_k = Kerndurchmesser der Spindel (mm)
LkL_k = ungestützte Spindellänge (mm)
fkf_k = Korrekturfaktor für Lagerart