Die Art der Vorspannung wird durch die geometrische Anordnung der Mutterteile bestimmt:
O-Vorspannung
Bei der O-Vorspannung werden die beiden Mutterhälften durch einen Distanzring oder gezielte Verdrehung auseinander gedrückt. Dabei bilden die Lastwinkel ein O-förmiges Muster. Die Spindel steht unter Zugspannung, was zu einer hohen axialen Steifigkeit und optimaler Tragfähigkeit führt. Diese Vorspannung lässt sich auch nach der Montage präzise einstellen – besonders bei Flansch-Doppelmutter-Ausführungen.
X-Vorspannung
Hier werden die Mutterteile durch äußere Kräfte, z. B. über eine Einstellschraube im Gehäuse, zusammengedrückt. Die Lastwinkel ergeben ein X-förmiges Bild. Die Spindel steht unter Druckspannung, während die Vorspannung von außen nach innen erfolgt und häufig über einen Begrenzungsring geregelt wird. Diese Variante kommt bei zylindrischen Doppelmutter-Bauformen zum Einsatz und bietet eine definierte, reproduzierbare Vorspannkraft.
