Der Wirkungsgrad ist das Verhältnis von abgegebener Leistung zu zugeführter Leistung. Er gibt an, wie viel der eingesetzten Energie tatsächlich in Nutzarbeit umgesetzt wird, im Vergleich zu dem, was durch Reibung verloren geht.
Ein größerer Steigungswinkel führt zu einem höheren Wirkungsgrad, da weniger Kraft durch Reibung verloren geht, während bei kleineren Steigungen mehr Reibung verursacht wird und der Wirkungsgrad entsprechend gesenkt wird. Auch der Reibungswinkel, der vom Reibungskoeffizienten des Gewindepaares abhängt, spielt eine Rolle. Je geringer die Reibung, z.B. zwischen Kugel, Spindel und Mutter, desto effizienter arbeitet der Gewindetrieb. Zudem beeinflusst die Bauart den Wirkungsgrad erheblich. Kugelgewindetriebe erreichen durch Wälzreibung sehr hohe Wirkungsgrade von etwa 0,9 bis 0,98, während Trapezgewindetriebe aufgrund der Gleitreibung nur etwa 0,3 erreichen.
Grundsätzlich ist bei Kugelgewindetrieben wegen des geringeren Reibungsverlustes schon bei verhältnismäßig kleinen Steigungswinkeln auch eine Umkehr der Bewegungsform, also eine Umwandlung einer linearen Bewegung in Rotation, möglich. In Einbaufällen, in welchen Selbsthemmung gefordert ist, müssen deshalb in KGTs entsprechende Sicherungen, z. B. Bremsen, vorgesehen werden.
