Lexikon Kammerer Gewinde

Ungeschützte Spindellänge

Die ungestützte Spindellänge bezeichnet den Abstand einer Spindel zwischen zwei Lagerungen oder Befestigungspunkten, der ohne seitliche Stütze oder Auflage frei gespannt ist. Sie ist ein entscheidender Parameter für die Steifigkeit, Stabilität und Knickanfälligkeit einer Gewindespindel.

Die ungestützte Spindellänge beeinflusst:

  • Biegung durch Durchbiegung der Spindel unter axialer oder radialer Last
  • Knickfestigkeit: Längere ungestützte Abschnitte erhöhen die Gefahr von Knicken
  • Positioniergenauigkeit: Elastische Verformungen führen zu Wegabweichungen
  • Antriebsmoment: Größere Durchbiegung kann Reibungsverluste erhöhen

Einflussfaktoren

  • Durchmesser der Spindel: größere Durchmesser erhöhen Steifigkeit
  • Material und Elastizitätsmodul: härtere Werkstoffe widerstehen Biegung besser
  • Lagerung der Spindelenden
  • axiale und radiale Kräfte wirken auf die ungestützte Länge

Praxisrelevanz

  • Wichtiger Parameter bei vertikalen Achsen, langen Hubspindeln und Leichtbauanwendungen
  • Reduzierung der ungestützten Länge durch Zwischenlagerungen erhöht Steifigkeit und Lebensdauer
  • Grundlage für die Dimensionierung von Spindeldurchmesser und Lagerung