Lexikon Kammerer Gewinde

Tatsächliche Oberflächenhärte

Die tatsächliche Oberflächenhärte beschreibt die gemessene Härte einer Werkstoffoberfläche nach Fertigung, Wärmebehandlung oder Oberflächenbehandlung. Sie gibt an, wie widerstandsfähig die Oberfläche gegen Eindringen, Verschleiß oder mechanische Beanspruchung ist.

Die Oberflächenhärte beeinflusst insbesondere:

  • Verschleißfestigkeit von Spindel, Mutter oder Kugeln
  • Lebensdauer und Tragfähigkeit von Gewindetrieben
  • Reibungs- und Gleiteigenschaften
  • Druckfestigkeit der Kontaktflächen

Einflussfaktoren

  • Werkstoff: Stahl, Bronze, Aluminium, Kunststoff
  • Wärmebehandlung: Härten, Vergüten, Nitrieren
  • Oberflächenbehandlung: Schleifen, Induktionserwärmung, Beschichtungen
  • Fertigungstoleranzen: Rauheit, Flächenprofil, Glättung

Die tatsächliche Oberflächenhärte kann von den nominellen bzw. theoretischen Werten abweichen und wird daher meist gemessen (z.B. mit Rockwell-, Vickers- oder Brinell-Härteprüfung)

Praxisrelevanz

  • Kritisch für Kugelgewindetriebe: Laufbahnhärte bestimmt Kontaktpressung und Lebensdauer
  • Entscheidend bei Trapezgewindetrieben für Reibung und Verschleiß
  • Grundlage für Wartungsintervalle, Schmierung und Einsatzgrenze