Die Steigung bezeichnet den axialen Abstand, den eine Mutter oder ein anderes Gewindeteil bei der vollständigen Umdrehung einer Spindel zurücklegt, und wird in Millimetern gemessen. Bei einer eingängigen Spindel entspricht die Steigung dem Abstand zwischen zwei benachbarten Gewindegängen. Bei mehrgängigen Spindeln ist die Steigung das Produkt aus Gewindesteigung und Anzahl der Gänge.
Eine große Steigung führt zu einer größeren axialen Bewegung pro Umdrehung der Spindel und ermöglicht somit einen schnelleren Vorschub. Eine kleinere Steigung hingegen bewirkt eine langsamere Bewegung, bietet aber eine höhere Genauigkeit.
Auch die Kraftübertragung wird durch die Steigung beeinflusst. Kleinere Steigungen ermöglichen eine größere mechanische Übersetzung, höhere Kraftübertragung und sind oft selbsthemmend. Größere Steigungen hingegen haben eine geringere Kraftübersetzung und sind in der Regel nicht selbsthemmend, was einen Rücklauf bei Kraftausfall möglich macht.
Der Wirkungsgrad steigt mit zunehmender Steigung, insbesondere bei Kugelgewindetrieben, da durch den größeren Steigungswinkel die Reibungsverluste reduziert werden. Kleinere Steigungen ermöglichen eine feinere Bewegungsauflösung und eignen sich daher besonders für präzise Anwendungen wie in CNC-Maschinen oder Messsystemen.
