Der Spindelaussendurchmesser ist der größte Durchmesser einer Gewindespindel, also der Durchmesser über die Gewindespitzen (auch Gewindeaussendurchmesser genannt). Er ist ein zentraler Maßparameter bei der Auslegung von Gewindetrieben und beeinflusst sowohl die mechanische Festigkeit als auch die Tragfähigkeit der Spindel.
Je größer der Außendurchmesser, desto stabiler ist die Spindel gegenüber Biegung oder Knickung, besonders bei langen Verfahrwegen. Ein größerer Durchmesser erlaubt in der Regel auch die Übertragung höherer axialer Kräfte. Außerdem bestimmt der Außendurchmesser, wie viel Platz die Spindel benötigt, und beeinflusst damit den Bauraum.
Der Außendurchmesser der Spindel kann durch verschiedene Methoden bestimmt werden, abhängig von der Art des Gewindes (metrisch, trapezförmig, etc.). Bei metrischen Gewinden wird der Außendurchmesser oft direkt angegeben, während bei trapezförmigen Gewinden zusätzliche Berechnungen erforderlich sein können.
Der Spindelaußendurchmesser ist nicht zu verwechseln mit dem Kerndurchmesser (kleinster Durchmesser im Gewindegrund) oder dem Flankendurchmesser (mittlerer Durchmesser im Gewindeverlauf). Alle drei Maße sind relevant, aber der Außendurchmesser ist der sichtbar größte und oft zuerst angegebene Wert bei Gewindebezeichnungen.
Praktische Beispiele
Bei einem metrischen Gewinde beträgt der Außendurchmesser 10 mm, was bedeutet, dass die Spindel an den Gewindespitzen diesen Durchmesser hat.
