Der Sicherheitsfaktor berücksichtigt unter anderem:
- Lastschwankungen und Stoßbelastungen
- Fertigungstoleranzen und Materialstreuungen
- Verschleiß und Alterung
- Montage- und Ausrichtungsfehler
- Unvorhersehbare Betriebsbedingungen
Ein ausreichend gewählter Sicherheitsfaktor verhindert Überlastung, plastische Verformung oder Bruch.
Definition
Allgemein gilt:
S > 1 : Bauteil ist ausreichend dimensioniert
S = 1 : Grenzfall
S < 1 : Überlastung, Ausfallrisiko
Anwendung im Maschinenbau
Bei Gewindetrieben, Lagern und Spindeln wird der Sicherheitsfaktor eingesetzt für:
- statische Belastung (z. B. Haltekraft, Stillstand)
- dynamische Belastung (wechselnde Kräfte, Lebensdauerberechnung)
- kritische Betriebszustände (Not-Aus, Blockieren, Stoßlasten)
Typische Werte liegen, je nach Anwendung, zwischen 1,2 und 3,0 oder höher bei sicherheitsrelevanten Bauteilen.
