Lexikon Kammerer Gewinde

Schneckenwellen

Schneckenwellen sind rotierende Maschinenelemente mit einem schraubenförmigen Gewindeprofil, das zur Kraft- und Bewegungsübertragung in Schneckengetrieben dient. Sie greifen in ein Schneckenrad ein und ermöglichen die Übersetzung von Drehbewegungen, häufig mit hoher Untersetzung auf kleinem Bauraum.

Schneckenwellen werden eingesetzt, wenn:

  • große Übersetzungsverhältnisse erforderlich sind
  • ruhiger, gleichmäßiger Lauf gewünscht ist
  • Selbsthemmung benötigt wird (z. B. Lasten halten ohne Rücklauf)
  • 90°‑Achsversatz zwischen An- und Abtriebswelle vorliegt

Aufbau und Eigenschaften

  • Profil: schraubenförmig, oft mit Trapez-, Evolventen- oder Sonderprofil
  • Werkstoffe: Schneckenwelle meist aus gehärtetem Stahl, Schneckenrad häufig aus Bronze oder Messing
  • Kontaktart: Gleitgewinde, da höhere Reibung als bei Strinradgetrieben
  • Wirkungsgrad: niedriger als bei Stirn. Oder Kegelradgetrieben, abhängig von Steigungswinkel und Schmierung

Einsatzgebiete

Besonderheiten

  • Hohe Wärmeentwicklung durch Gleitreibung
  • Gute Dämpfung von Stößen und Schwingungen
  • Aufwendige Schmierung erforderlich