Lexikon Kammerer Gewinde

Mutter mit axialem Spiel

Als Mutter mit Axialspiel wird eine Gewindemutter bezeichnet, die konstruktionsbedingt über einen definierten axialen Freiraum zwischen Mutter und Spindel verfügt. Dadurch kann sich die Mutter bei einem Lastwechsel zunächst geringfügig in axialer Richtung bewegen, bevor die Kraftübertragung bei Trapezgewindetrieben über die Gewindeflanken beziehungsweise bei Kugelgewindetrieben über Kugeln und Laufbahnen wieder vollständig erfolgt.

Das Axialspiel macht sich insbesondere beim Wechsel der Bewegungs- oder Belastungsrichtung bemerkbar und wird häufig auch als „Totgang“ bezeichnet. Die Ausführung und Größe des Axialspiels hängen von der jeweiligen Bauart und den technischen Eigenschaften des eingesetzten Antriebssystems ab.