Die Lebensdauer in Betriebsstunden beschreibt die erwartete Einsatzzeit eines Bauteils oder Systems, gemessen in Stunden, unter definierten Betriebs- und Lastbedingungen. Sie gibt an, wie lange ein Bauteil zuverlässig betrieben werden kann, bevor ein funktionsrelevanter Verschleiß oder ein Ausfall zu erwarten ist.
Die Lebensdauer in Betriebsstunden ist eine praxisnahe Kenngröße, da sie:
- direkt mit realen Betriebszeiten vergleichbar ist
- eine Wartungs- und Austauschplanung ermöglicht
- als Entscheidungsgrundlage für Auslegung und Kostenbewertung dient
- die Zuverlässigkeit eines Systems qualifiziert
Sie basiert in der Regel auf statistischen Modellen und gilt für eine festgelegte Zuverlässigkeit (z. B. 90%).
Einflussfaktoren
- Lastkollektiv (Höhe, Häufigkeit und Dauer der Belastung)
- Drehzahl bzw. Vorschubgeschwindigkeit
- Schmierung und Dichtsystem
- Vorspannung der Mutter
- Einbaulage und Lagerung
- Umgebungsbedingungen (Temperatur, Verschmutzung, etc.)
Zusammenhang mit Drehzahl und Lebensdauer in Umdrehungen
Oft wird die Lebensdauer zunächst in Umdrehungen oder Verfahrwegen berechnet und anschließend in Betriebsstunden umgerechnet.
mit:
Lh = Lebensdauer in Betriebsstunden
Ln = Lebensdauer in Umdrehungen
n = Drehzahl in U/min
