Die dynamisch äquivalente Axiallast ist eine berechnete Vergleichslast, die ein wechselndes oder zyklisches Axiallastkollektiv auf eine konstante Referenzlast reduziert. Sie wird verwendet, um die Lebensdauer und Tragfähigkeit von Kugelgewindetrieben, Gewindetrieben und Wälzlagerungen unter realen Betriebsbedingungen zu beurteilen.
Bedeutung
In der Praxis treten auf Gewindetrieben, Spindeln und Wälzlagerungen selten konstante Kräfte auf. Häufig wirken wechselnde, pulsierende oder stoßartige axiale Belastungen, die die Lebensdauer und den Verschleiß maßgeblich beeinflussen.
Die dynamisch äquivalente Axiallast fasst diese variablen Lasten zu einer einheitlichen konstanten Vergleichslast zusammen, die hinsichtlich der Lebensdauer die gleiche Wirkung hat wie das reale Lastprofil.
Berechnung
Sie wird aus den einzelnen Lastwerten, den jeweiligen Einwirkungsdauern und möglichen Lastwechseln berechnet.
Für Kugelgewindetriebe dient sie als Eingangswert für die Lebensdauerberechnung:
wobei:
= Lebensdauer
= dynamische Tragzahl der Mutter
= dynamische äquivalente Axialbelastung
Anwendungen
Kugelgewindetriebe: Berechnung der maximal zulässigen Lasten und Lebensdauer.
Trapezgewindetriebe: Abschätzung von Verschleiß und Dauerbetrieb unter wechselnden axialen Kräften.
Wälzlager: Umrechnung dynamischer Lastprofile auf eine konstante Vergleichskraft
Zusammenfassung
Die dynamische äquivalente Axiallast ist eine zentrale Kenngröße für die Auslegung, Dimensionierung und Lebensdauerberechnung von Gewindetrieben und Wälzlagerungen. Sie überführt reale, variable Belastungen in eine handhabbare Vergleichslast und ermöglicht damit eine zuverlässige Bewertung der Lebensdauer unter wechselnden Betriebsbedingungen.
