Lexikon Kammerer Gewinde

AT-Profilverzahnung

Die AT-Profilverzahnung ist eine genormte, trapezförmige Zahnform für Zahnriemenantriebe nach DIN 7721. Sie wurde als Weiterentwicklung des älteren T-Profils konzipiert und zeichnet sich durch breitere, kräftigere Zähne im Verhältnis zur Zahnlücke aus, wodurch höhere Drehmomente und Geschwindigkeiten übertragen werden können.

Eigenschaften

  • Trapezförmige Zahngeometrie mit metrischer Teilung, üblich in Größen AT5, AT10 und AT20 (Teilung in mm)
  • Breitere Zahnflanken im Vergleich zum T-Profil erhöhen die Tragfähigkeit und Übertragungssicherheit
  • Bevorzugtes Profil bei Neukonstruktionen mit hoher Drehmomentbelastung
  • Abzugrenzen vom rundzahnigen HTD-Profil, das zusätzlich einen ruhigen Lauf und höhere Überspring-Sicherheit bietet

Anwendung in der Gewindetechnik

Bei Kugelgewindetrieben mit verzahnter Mutter kann die Außenverzahnung der Mutter als AT-Profilverzahnung ausgeführt werden. Dadurch lässt sich die Mutter direkt über einen passenden Zahnriemen im AT‑Profil antreiben, ohne zusätzliche Kupplungs- oder Getriebeelemente. Das sorgt für eine schlupffreie, formschlüssige Drehmomentübertragung bei gleichzeitig kompaktem Aufbau, etwa bei Mehrachssystemen mit begrenztem Bauraum.