Gerollte Ölfilter

Gewinderollen von Ölfiltergehäusen

Präzision, Erfahrung und maximale Belastbarkeit

Bei der Herstellung von Ölfiltergehäusen mit Gewinden M 110 × 2 und 108 × 2 sind höchste Anforderungen an Maßhaltigkeit, Festigkeit und Prozesssicherheit gefragt. Besonders anspruchsvoll wird es, wenn es sich um hohle Bauteile handelt, die im Einstechrollverfahren zwischen Spitzen bearbeitet werden.

Herausforderung: hohles Gehäuse und hohe Walzkraft

Beim Gewinderollen, bzw. -walzen, wirken erhebliche radiale Kräfte auf das Bauteil. Ist der Rohling hohl, besteht die Gefahr, dass sich das Gehäuse durch die Walzkraft verformt oder verdrückt. Die Wirkungen können zu Maßabweichungen, Rissen oder einer schlechteren Gewindequalität führen.

Gerade bei Spezialkomponenten wie Hohlrohren oder Ölfiltergehäusen spielt die Wandstärke eine entscheidende Rolle. Sie muss ausreichend dimensioniert sein, um die Kräfte der Kaltumformung aufzunehmen. Gleichzeitig dürfen die funktionalen Maße jedoch nicht überschritten werden.

Die Lösung: ein passgenaues Gegenstück

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Entwicklung eines speziell angepassten Gegenstücks, welches das Gehäuse während des Walzprozesses zuverlässig abstützt. Dieses Äquivalent verhindert, dass sich das Bauteil unter der Walzkraft verformt, und stellt sicher, dass das metrische Gewinde nach höchster Qualität gefertigt werden kann.

Die Auslegung des Gegenstücks stellte hohe Anforderungen an Konstruktion und Prozessverständnis. Durch intensive Feinabstimmung zwischen Gehäuse, Gegenstück und Walzparameter entstand schließlich ein robuster Fertigungsprozess.
Das Ergebnis: ein prozesssicher gefertigtes Gewinde, das den hohen Anforderungen des Kunden entspricht.

Gerollte Ölfilter

Ölfiltergehäuse mit passendem Gegenstück

Warum Gewindewalzen für Ölfiltergehäuse?

Ölfiltergehäuse, die unter anderem in militärischen Fahrzeugen eingesetzt werden, müssen extremen Belastungen standhalten. Genau hier spielt Gewinderollen, bzw. ‑walzen seine Stärken aus:

  • Formgebungsverfahren (spanlos): Das Gewinde entsteht durch plastische Materialverdrängung – ohne Spanabtrag.
  • Höhere Gewindestärke: Durch die Kaltverformung wird der Faserverlauf des Materials nicht unterbrochen, was die Zug- und Dauerfestigkeit deutlich verbessert.
  • Sehr gute Oberflächenbeschaffenheit: Der Walzprozess wirkt wie eine Politur und erzeugt glatte, verdichtete Oberflächen.
  • Optimale Materialnutzung: Kein Materialverlust, kein Abfall: Das Material bleibt vollständig im Bauteil.
  • Hohe Produktionseffizienz: Schnelle, kontinuierliche Umformung mit kurzen Taktzeiten.
  • Sehr hohe Lebensdauer: Gewalzte Gewinde sind widerstandsfähiger gegen Ermüdung und Verschleiß, was ideal für sicherheitsrelevante Anwendungen ist.

Fazit: Erfahrung macht den Unterschied

Das Gewindewalzen von hohlen Ölfiltergehäusen mit großen Durchmessern ist kein Standardprozess. Erst durch das gezielte Entwickeln eines passenden Gegenstücks, das Verständnis für Materialverhalten und die Erfahrung im Umformungsprozess konnte eine maßhaltige, rissfreie und belastbare Lösung realisiert werden.

Solche Prozesse zeigen, dass sich Gewindewalzen insbesondere bei hochbelasteten Bauteilen als technisch, wie auch wirtschaftlich effiziente Lösung bewährt.

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